Mehr Erfolg wäre möglich!

Schöpfprobe aus einer Gelsenbrutstätte

Schöpfprobe aus einer Gelsenbrutstätte

Schon Anfang April wurden die Larven der sogenannten Frühjahrsgelsen erfolgreich bekämpft. Für die Bevölkerung war deshalb keine Belästigung wahrnehmbar.

Leider taten sich dann während des Frühjahrshochwassers von 4,70m unvorstellbar viele und große Wasserflächen zwischen Fluss und Damm auf. Die Beprobung der daraus entstandenen Gelsenbrutstätten ergab Larvenpopulationen von bis zu 1.500 Larven pro Liter.

In schwer zugänglichem Terrain erfolgte daraufhin die Regulierung mittels unserer Gelsenwehren mit Rückenspritzen. Leider fanden sich insgesamt nur sieben Freiwillige, die gemeinsam mit den Mitarbeitern des Bauhofs 182 Stunden zur Gelsenregulierung in der Au unterwegs waren. Dabei konnten 70% der zu behandelnden Flächen betreut werden. Nachkontrollen ergaben dort einen Wirkungsgrad von 95%.

Aufgrund der geringen Anzahl an Freiwilligen konnten die restlichen 30% der Wasserstellen nicht mehr rechtzeitig erreicht werden. Die Larven befanden sich bereits im Puppenstadium, sodass eine Behandlung wirkungslos wurde.

Schade, denn mit mehr Freiwilligen hätte das gesamte Gebiet betreut werden können. Zwar konnte der Larvenbestand immerhin auf rund ein Drittel reduziert werden, aufgrund der enormen Population stellte dieses Drittel aber trotzdem eine enorme Belästigung der Bevölkerung das.

Wo sind die Leute, die mit Unterschriftenlisten Maßnahmen forderten oder die mit fachlich nicht belegter Kritik (falsches Mittel, falsche Methode) im Internet Verunsicherung streuen?

Es steht alles bereit und es geht einzig und allein um Mithilfe, das Projekt gemeinsam umzusetzen. Mehr Freiwillige bedeuten mehr Erfolg und weniger Gelsen. Die bisherige Leistung der Freiwilligen in den vergangenen Wochen kann diesen deshalb nicht hoch genug angerechnet werden.

Für Einsätze bei gemeindeübergreifenden und schwer zugänglichen Gelsenbrutstätten steht der Hubschrauber bereit. Nach Vornahme verschiedener Einstellungen am Flugfeld, wurde dieser nun am letzten Freitag samt GPS und Applikationsgerät im Einsatzgebiet erfolgreich erprobt.

Durch die Regulierungsmaßnahmen sind momentan nicht mehr allzu viele Larven zu finden. Die Belästigung durch die Plagegeister sollte also auf ein erträgliches Maß abklingen.

Im Falle von größeren Wassermengen durch Regenfälle oder Hochwasser kann sich das aber auch rasch wieder ändern. Dann wird es darauf ankommen, ob wir genug Helfer finden, alle Gelsenbrutstätten rechtzeitig zu erreichen. Oder, ob wir mit nur einer Hand voll Freiwilliger wieder nur 70% schaffen!

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