Unterschriftenaktion: Ihre Unterstützung ist gefragt!

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger!

Bereits 2006 wurde das Projekt gestartet, um dem Problem der Gelsenplage gemeindeübergreifend und fachlich fundiert Herr zu werden. Nach einem aufwendigen Bewilligungsverfahren inklusive Naturverträglichkeitsprüfung hat es bis 2011 gedauert, mit der biologischen Gelsenregulierung beginnen zu dürfen. Die beiden „Saisonen“ 2011 und 2012 waren wetterbedingt und durch erste Erfolge unseres Projektes gelsenarm. Dass es nicht immer so weiter gehen könne, war klar. Aber das, was heuer ab Juni folgte, war zeitweise unerträglich.

Zum Glück waren die direkten Auswirkungen des Hochwassers in unserer Region bei weitem nicht so verheerend, wie in anderen Teilen Österreichs. Es bildeten sich jedoch unvorstellbar viele und große Wasserflächen. Beprobungen der Gelsenbrutstätten ergaben bis zu 1.500 Larven pro Liter.

Aber weder vom Verein, noch in unserem eigenen Bereich, wurden Mühen und Kosten gescheut, diese enormen Larvenvorkommen zu reduzieren.

In schwer aber doch zugänglichem Terrain erfolgte die Regulierung mittels unserer Gelsenwehren. Die Freiwilligen und Mitarbeiter des Bauhofs leisteten teilweise unmenschliche Arbeit für uns alle unter erschwerten Bedingungen.

Als die Gelsenbrutstätten zu groß wurden und sich gemeindeübergreifend bildeten, kam im Juni erstmals auch der Hubschrauber zum Einsatz. Ein zweiter Einsatz des Hubschraubers folgte kurz darauf.

Die Einsätze der Gelsenwehren und des Hubschraubers waren äußerst erfolgreich. Ohne sie wäre es nicht nur abends, sondern auch tagsüber im Freien nicht auszuhalten gewesen.

Warum gab es trotz erfolgreicher Bekämpfung diese Belästigung?

  • Die Gebiete, in denen gemäß Behördenauflagen keinerlei – auch keine biologische Gelsenregulierung durchgeführt werden darf (Naturschutzgebiete, Naturdenkmäler, WWF-Gebiete und Horstschutzzonen), sind ebenso groß, wie die potentiellen Gelsenbrutstätten, die sich im schlimmsten Fall über 2.000 ha erstrecken.
  • In den ausgedehnten Augebieten von Thaya und March auf tschechischer und slowakischer Seite werden keinerlei Regulierungsmaßnahmen durchgeführt, wodurch es zur „Einwanderung“ der Gelsen aus den riesigen benachbarten Gebieten kommt.

Diese beiden Punkte schmälern trotz größter Bemühungen unsererseits den Erfolg, womit wir uns nicht abfinden dürfen. Ich ersuche deshalb Sie und die mit Ihnen im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen um Ihre Unterschrift der downloadbaren Unterstuetzungserklaerung. Damit soll den für unsere Region so wichtigen Forderungen der nötige Nachdruck verliehen werden.

Unterstützungserklärungen werden in allen Projektgemeinden gesammelt und im September im Rahmen einer Pressekonferenz an die Politik übergeben.

„Naturschutz muss auch Schutz für den Menschen beinhalten“ findet:

Bürgermeister Robert Freitag, Obmann

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