Naturverträglichkeitsprüfung abgeschlossen

Auf Initiative des WWF hat sich die Umweltanwaltschaft in das bewilligte Projekt der Gelsenregulierung mittels Bti in den March-Thaya-Auen eingeschaltet. Mit der „Rute im Fenster“ , dass die Umweltanwaltschaft die Naturverträglichkeitsprüfung durch ein Feststellungsverfahren ohnehin erwirkt, wurde die Naturverträglichkeitsprüfung von uns aus beantragt, um endlich Rechtssicherheit für das Projekt zu erlangen.

Die Prüfung ergab nun, dass die biologische Regulierung von Gelsen in den March-Thaya-Auen unter Einhaltung bestimmter Auflagen möglich ist.

Dieser Erkenntnis ging ein langwieriges Verfahren voraus, welches mit einem rechtsgültigen Bescheid der Bezirkshauptmannschaften Gänserndorf und Mistelbach mit 21. Mai abgeschlossen werden konnte. Nun können wir den lästigen Blutsaugern in den March-Thaya-Auen endlich auch zu 100% rechtlich abgesichert zu Leibe rücken.

Wie schon oftmals erwähnt basiert eine erfolgreiche Bekämpfung auf drei Säulen. Neben der Bekämpfung der Hausgelse und dem Einsatz des Helikopters, ist vor allem die Ausbringung des Wirkstoffs Bti mittels Rückenspritzen durch die Gelsenwehren unerlässlich, um erfolgreich sein zu können.

Wir dürfen uns deshalb an dieser Stelle sehr herzlich dafür bedanken, dass sich doch ein paar Hohenauer gefunden haben, die bereit sind, bei der Gelsenwehr mitzuarbeiten.

Das Projekt wird uns jedes Jahr von März bis September beschäftigen. Auch wenn uns heuer die anhaltend geringen Niederschläge unterstützen, ist unser Gelsenexperte Hans Jerrentrup ständig in den March-Thaya-Auen unterwegs, um in Frage kommende Wasserstellen zu beobachten und zu beproben. So musste beispielsweise in Engelhartstetten bereits eingegriffen werden, da sich durch den Donaurückstau „gefährliche Wasserstellen“ bildeten.

Natürlich laufen auch die Vorbereitungen für die Gelsenwehren mittels Ausrüstungsbeschaffung und Schulungen sowie für den Hubschraubereinsatz weiter, um im Bedarfsfall bestmöglich gerüstet zu sein.

Inzwischen wird uns endlich auch Glauben geschenkt, dass Gelsen nicht nur lästig sind, sondern auch gesundheitliche Bedenken nicht von der Hand zu weisen sind. Vielleicht war die Wortwahl in den Berichten von NÖN und Bezirksblatt zur Studie des Gesundheitsministeriums ein wenig überzogen, es ist nun jedoch eine belegte Tatsache, dass das West-Nil-Virus von den Gelsen übertragen werden kann.

Panik ist einstweilen keine angebracht, jedoch ist die Gelsenpopulation auch in dieser Hinsicht weiterhin unter Beobachtung zu halten.

Dieser Beitrag wurde unter Neuigkeiten vom Gelsenprojekt veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.