Hubschraubereinsatz am 6. August 2014

Bürgermeister Robert Freitag (Hohenau) und Bürgermeister Gernot Haupt (Marchegg) sowie unsere Fachkräfte Gerhard Rebl und Hans Jerrentrup nahmen das Ausbringungsgerät unter die Lupe bevor der Hubschrauber zum Einsatz in Marchegg abgehoben ist.

Bürgermeister Robert Freitag (Hohenau) und Bürgermeister Gernot Haupt (Marchegg) sowie unsere Fachkräfte Gerhard Rebl und Hans Jerrentrup nahmen das Ausbringungsgerät unter die Lupe bevor der Hubschrauber zum Einsatz in Marchegg abgehoben ist.

Das vermehrte Larvenaufkommen in drei unserer Projektgemeinden machte Anfang August einen Einsatz zur großflächigen Ausbringung von Bti notwendig. In Engelhartstetten und Marchegg überflutete der Donaurückstau große Teile des Augebietes. In Hohenau an der March waren die Zwischenlager und Absatzbecken der ehemaligen Zuckerfabrik am südlichen Ortsrand geflutet.

Insgesamt wurden in fünf Stunden reiner Einsatzzeit mehr als 100 Hektar Fläche behandelt. Die Nachkontrollen ergaben eine drastische Reduzierung der ursprünglich vorhandenen 2000 Larven pro Liter.

In den weiteren Mitgliedsgemeinden gibt es derzeit zum Glück keine großen Gelsenbrutstätten, sodass dort kein Hubschraubereinsatz notwendig war. Aber natürlich geben wir weiterhin unser Bestes, durch laufende Kontrollen auch kleinere Brutstätten in unseren Mitgliedsgemeinden ausfindig zu machen und notwendigenfalls mit den Gelsenwehren zu betreuen. Diese müssen nicht unbedingt im Augebiet liegen, denn auch Regeneinläufe oder Überlaufbecken müssen kontrolliert werden.

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Es ist soweit: Die Gelsensaison beginnt und unser „Gelsenhans“ ist wieder im Dienst!

Bei einer ersten Kontrolle in allen Gemeinden des Gelsenvereins konnte er die Wetterdaten und Abflußverhältnisse an March und Thaya auch im Feld bestätigen: es war ein sehr (extrem) trockener Winter und auch das Frühjahr bis dato ist sehr trocken. Es gibt bisher – außer an zwei kleinen Brutstätten im Drösinger Wald noch keine Gelsenlarven, und auch diese Bestände sind nicht relevant für die Regulierung. Immerhin gab es gleich eine bisher unentdeckte Gelsenart aus der Gruppe der Frühjahrsgelsen!

All das sollte uns aber nicht beruhigen – im Gegenteil – die Trockenheit birgt immense Gefahren für unser Gebiet bezüglich der Gelsen. Mehrere Tage Regen und auch in den Sutten auf den Feldern kann es auf Grund der hohen Temperaturen tagsüber zu Massenentwicklungen kommen und selbst ein kleineres Hochwasser kann in der Au zu zahlreichen Brutstätten führen.

Es gilt nun sofort daran zu gehen, rechtzeitig die Gelsenwehren zu aktivieren. Termine für Schulungen werden in Kürze bekannt geben. Auch für die Bevölkerung sind Infoveranstaltungen geplant.

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Übergabe der Unterschriften

Bürgermeister Robert Freitag und sein Stellvertreter als Obmann des Vereins zur Biologischen Gelsenregulierung übergaben rund 10.000 Unterschriften an die politischen Vertreter des Landes NÖ Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Karin Renner, Landtagsabgeordnete Amrita Enzinger und Landtagsabgeordneten René Lobner.

Bürgermeister Robert Freitag und sein Stellvertreter als Obmann des Vereins zur Biologischen Gelsenregulierung übergaben rund 10.000 Unterschriften an die politischen Vertreter des Landes NÖ Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Karin Renner, Landtagsabgeordnete Amrita Enzinger und Landtagsabgeordneten René Lobner.

Rund 10.000 Unterschriften aus der Bevölkerung wurden Ende Oktober im Rahmen einer Pressekonferenz vom Verein „Biologische Gelsenregulierung entlang Thaya und March“ an die Politik überreicht. Anwesend waren Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Karin Renner, Landtagsabgeordnete Amrita Enzinger und Landtagsabgeordneter René Lobner.

Die Unterschriftenaktion wurde von Vereinsobmann Bürgermeister Robert Freitag ins Leben gerufen, weil trotz umfangreichen Regulierungsmaßnahmen kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden konnte. Grund dafür sind jene Ausschlussgebiete, in denen durch Behördenauflagen keinerlei, auch keine biologische, Gelsenregulierung durchgeführt werden darf (Naturschutzgebiete, Naturdenkmäler und WWF-Gebiete). Diese Gebiete sind leider ebenso groß, wie die betreuten Gelsenbrutstätten und müssen in Zukunft ebenfalls biologisch reguliert werden, um „Einwanderungen“ der Gelsen in gelsenfreie Zonen vermeiden zu können.

Gleiches gilt für die ausgedehnten Augebieten von Thaya und March auf tschechischer und slowakischer Seite, in denen bislang auch keinerlei Regulierungsmaßnahmen durchgeführt wurden. Es muss eine länderübergreifende Initiative von der NÖ Landesregierung ausgehen, um auch mit den Nachbarländern Slowakei und Tschechien eine biologische Gelsenregulierung aufzubauen.

56 Prozent der Bevölkerung entlang Thaya und March haben die Forderungen mit ihrer Unterschrift zu unterstützt. Die Vertreterinnen und Vertreter aus dem Landhaus sagten zu, die Gelsenproblematik ernst zu nehmen und sich im Land NÖ für eine Verbesserung der Situation einzusetzen. Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Karin Renner betonte, dass aufgrund der überschneidenden Themen aus Gesundheit, Natur und Tourismus mehrere Ressorts des Landes bemüht werden müssen.

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Unterschriftenaktion: Ihre Unterstützung ist gefragt!

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger!

Bereits 2006 wurde das Projekt gestartet, um dem Problem der Gelsenplage gemeindeübergreifend und fachlich fundiert Herr zu werden. Nach einem aufwendigen Bewilligungsverfahren inklusive Naturverträglichkeitsprüfung hat es bis 2011 gedauert, mit der biologischen Gelsenregulierung beginnen zu dürfen. Die beiden „Saisonen“ 2011 und 2012 waren wetterbedingt und durch erste Erfolge unseres Projektes gelsenarm. Dass es nicht immer so weiter gehen könne, war klar. Aber das, was heuer ab Juni folgte, war zeitweise unerträglich.

Zum Glück waren die direkten Auswirkungen des Hochwassers in unserer Region bei weitem nicht so verheerend, wie in anderen Teilen Österreichs. Es bildeten sich jedoch unvorstellbar viele und große Wasserflächen. Beprobungen der Gelsenbrutstätten ergaben bis zu 1.500 Larven pro Liter.

Aber weder vom Verein, noch in unserem eigenen Bereich, wurden Mühen und Kosten gescheut, diese enormen Larvenvorkommen zu reduzieren.

In schwer aber doch zugänglichem Terrain erfolgte die Regulierung mittels unserer Gelsenwehren. Die Freiwilligen und Mitarbeiter des Bauhofs leisteten teilweise unmenschliche Arbeit für uns alle unter erschwerten Bedingungen.

Als die Gelsenbrutstätten zu groß wurden und sich gemeindeübergreifend bildeten, kam im Juni erstmals auch der Hubschrauber zum Einsatz. Ein zweiter Einsatz des Hubschraubers folgte kurz darauf.

Die Einsätze der Gelsenwehren und des Hubschraubers waren äußerst erfolgreich. Ohne sie wäre es nicht nur abends, sondern auch tagsüber im Freien nicht auszuhalten gewesen.

Warum gab es trotz erfolgreicher Bekämpfung diese Belästigung?

  • Die Gebiete, in denen gemäß Behördenauflagen keinerlei – auch keine biologische Gelsenregulierung durchgeführt werden darf (Naturschutzgebiete, Naturdenkmäler, WWF-Gebiete und Horstschutzzonen), sind ebenso groß, wie die potentiellen Gelsenbrutstätten, die sich im schlimmsten Fall über 2.000 ha erstrecken.
  • In den ausgedehnten Augebieten von Thaya und March auf tschechischer und slowakischer Seite werden keinerlei Regulierungsmaßnahmen durchgeführt, wodurch es zur „Einwanderung“ der Gelsen aus den riesigen benachbarten Gebieten kommt.

Diese beiden Punkte schmälern trotz größter Bemühungen unsererseits den Erfolg, womit wir uns nicht abfinden dürfen. Ich ersuche deshalb Sie und die mit Ihnen im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen um Ihre Unterschrift der downloadbaren Unterstuetzungserklaerung. Damit soll den für unsere Region so wichtigen Forderungen der nötige Nachdruck verliehen werden.

Unterstützungserklärungen werden in allen Projektgemeinden gesammelt und im September im Rahmen einer Pressekonferenz an die Politik übergeben.

„Naturschutz muss auch Schutz für den Menschen beinhalten“ findet:

Bürgermeister Robert Freitag, Obmann

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Erster Hubschraubereinsatz

Erster Hubschraubereinsatz gegen Gelsen 2013

Erster Hubschraubereinsatz gegen Gelsen 2013

Am 13. und 14. Juni war es so weit, dass erstmals der Hubschrauber für Regulierungsmaßnahmen zum Einsatz kam. Durch die immensen Regenfälle im Mai und Anfang Juni und die nun schnell gestiegenen Temperaturen bildeten sich unzählig viele und große Gelsenbrutstellen, die mit den Bodentruppen nicht mehr zu schaffen gewesen wären.

In sechs Gemeinden wurden Wasserstellen im Ausmaß von insgesamt 300ha mit Bti – Granulat behandelt. Der Hubschrauber war dabei 12 Stunden im Einsatz, was inklusive Regulierungsmittel und LKW rund 50.000 Euro kosten wird.

Nach kleineren Anlaufschwierigkeiten klappte der erste praktische Einsatz des Hubschraubers hervorragend. Bei bereits durchgeführten Nachkontrollen konnte ein 90%iger Wirkungsgrad festgestellt werden. Mit diesem Erfolg, hoffen die Bürgermeister der Projektgemeinden, einen großen Beitrag zur Lebensqualität in der Region geleistet zu haben.

Zum Ausruhen bleibt allerdings nicht viel Zeit. Die Auwälder müssen natürlich auch weiterhin betreut werden, um mögliche Gelsenlarven ausfindig zu machen. Notwendigenfalls werden die Gelsenwehren, bei mehreren größeren Flächen auch wieder der Hubschrauber zum Einsatz kommen.

 

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Neue Email-Adressen

Die Verantwortlichen sind unter Nutzung unserer Domain mta-gelsen.at über neue Email-Adressen erreichbar:

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Mehr Erfolg wäre möglich!

Schöpfprobe aus einer Gelsenbrutstätte

Schöpfprobe aus einer Gelsenbrutstätte

Schon Anfang April wurden die Larven der sogenannten Frühjahrsgelsen erfolgreich bekämpft. Für die Bevölkerung war deshalb keine Belästigung wahrnehmbar.

Leider taten sich dann während des Frühjahrshochwassers von 4,70m unvorstellbar viele und große Wasserflächen zwischen Fluss und Damm auf. Die Beprobung der daraus entstandenen Gelsenbrutstätten ergab Larvenpopulationen von bis zu 1.500 Larven pro Liter.

In schwer zugänglichem Terrain erfolgte daraufhin die Regulierung mittels unserer Gelsenwehren mit Rückenspritzen. Leider fanden sich insgesamt nur sieben Freiwillige, die gemeinsam mit den Mitarbeitern des Bauhofs 182 Stunden zur Gelsenregulierung in der Au unterwegs waren. Dabei konnten 70% der zu behandelnden Flächen betreut werden. Nachkontrollen ergaben dort einen Wirkungsgrad von 95%.

Aufgrund der geringen Anzahl an Freiwilligen konnten die restlichen 30% der Wasserstellen nicht mehr rechtzeitig erreicht werden. Die Larven befanden sich bereits im Puppenstadium, sodass eine Behandlung wirkungslos wurde.

Schade, denn mit mehr Freiwilligen hätte das gesamte Gebiet betreut werden können. Zwar konnte der Larvenbestand immerhin auf rund ein Drittel reduziert werden, aufgrund der enormen Population stellte dieses Drittel aber trotzdem eine enorme Belästigung der Bevölkerung das.

Wo sind die Leute, die mit Unterschriftenlisten Maßnahmen forderten oder die mit fachlich nicht belegter Kritik (falsches Mittel, falsche Methode) im Internet Verunsicherung streuen?

Es steht alles bereit und es geht einzig und allein um Mithilfe, das Projekt gemeinsam umzusetzen. Mehr Freiwillige bedeuten mehr Erfolg und weniger Gelsen. Die bisherige Leistung der Freiwilligen in den vergangenen Wochen kann diesen deshalb nicht hoch genug angerechnet werden.

Für Einsätze bei gemeindeübergreifenden und schwer zugänglichen Gelsenbrutstätten steht der Hubschrauber bereit. Nach Vornahme verschiedener Einstellungen am Flugfeld, wurde dieser nun am letzten Freitag samt GPS und Applikationsgerät im Einsatzgebiet erfolgreich erprobt.

Durch die Regulierungsmaßnahmen sind momentan nicht mehr allzu viele Larven zu finden. Die Belästigung durch die Plagegeister sollte also auf ein erträgliches Maß abklingen.

Im Falle von größeren Wassermengen durch Regenfälle oder Hochwasser kann sich das aber auch rasch wieder ändern. Dann wird es darauf ankommen, ob wir genug Helfer finden, alle Gelsenbrutstätten rechtzeitig zu erreichen. Oder, ob wir mit nur einer Hand voll Freiwilliger wieder nur 70% schaffen!

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Massenweise Gelsenlarven

Massenweise Gelsenlarven

Massenweise Gelsenlarven

Was sich momentan in den Auwäldern abspielt ist unbeschreiblich. Das Foto zeigt eine Detailaufnahme aus einer Wasserstelle. Wenn man hineingreift, fühlt sich das an wie ein Gelee, nicht wie Wasser, so dicht besiedelt sind die Wasserstellen mit Gelsenlarven. Unsere Gelsenwehren sind deshalb seit mehr als einer Woche schon täglich im Einsatz, um den Larvenmassen Herr zu werden.

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Erster Frühjahrseinsatz in Hohenau!

2013_04_04_Gelsenregulierung_Hohenau

1. Frühjahrseinsatz in Hohenau

Am 4.  April 2013 wurde es auch in Hohenau notwendig, einen ersten Einsatz gegen die Larven der Frühjahrsgelsen durchzuführen.

Zu Fuß, mit hohen Gummistiefeln und mit Rückenspritze bewaffnet, wurden erste Regulierungsmaßnahmen in waldigen Bereichen der Au, in der Nähe des Bogensportgeländes an der Thayastraße, unternommen.
Trotz der immer noch recht winterlichen Temperaturen entwickeln sich einige der
sogenannten „Frühjahrsgelsen“ schon jetzt; ihnen können selbst Frost und
teilweise gefrorene Wasserstellen nichts anhaben.

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Gelsen – Bürgerinfos

  • für die Gemeinden Hohenau, Rabensburg und Ringelsdorf-Niederabsdorf am 4. April, um 19 Uhr, in Hohenau, Atrium
  • für die Gemeinden Jedenspeigen, Drösing, Dürnkrut und Angern an der March am 11. April, um 19 Uhr, in Jedenspeigen, Gasthaus Schordan
  • für die Gemeinden Marchegg und Engelhartstetten am 17. April, um 19 Uhr, in Marchegg, Rathaussitzungssaal

Von Seite unseres Gelsenvereins sind die Vorbereitungen für die kommende Gelsensaison voll im Gange. Die letzten beiden Jahre, waren gute Jahre für uns Menschen, weil die umfangreichen Regulierungsmaßnahmen erstmals gegriffen haben und uns zugegebener Maßen auch die Witterung in die Karten gespielt hat.

Nach den Schneemengen des Winters und den noch zu erwartenden Niederschlägen ist zu befürchten, dass es heuer ein gutes Jahr für die Plagegeister werden könnte. Trotzdem wollen wir die in den letzten beiden Jahren gewonnene Lebensqualität beibehalten, weshalb Ihnen der Projektleiter der Gelsenregulierung, Bürgermeister Robert Freitag, und unser Experte, Diplombiologe Hans Jerrentrup, im Rahmen dieser Info-Veranstaltung näher bringen, worauf es ankommen wird.

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