In drei Regionen in Österreich (Wien, Graz, Linz) hat sich die Asiatische Tigermücke bereits etabliert, sonst tritt sie noch sporadisch auf. Auch die Japanische Buschmücke wurde vielerorts gemeldet. Durch Mithilfe der Bevölkerung indem auffällige Gelsen über eine App gemeldet werden, erreicht die AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) einen erheblichen Datengewinn was die Verbreitung bestimmter Gelsenarten betrifft (AGES Jahresbericht_Mosquito_Alert_2025.pdf). Da diese Arten nicht nur besonders lästig (auch tagaktiv) sind, sondern auch Überträger von 20 verschiedenen Krankheitserregern sein können, werden diese Daten immer mehr an Bedeutung gewinnen. https://www.ages.at/forschung/wissen-aktuell/detail/mosquito-alert-jahresbericht-2025?sword_list%5B0%5D=Gelsen&no_cache=1
Die gebietsfremden Arten werden eher mehr durch den Klimawandel statt weniger wie es bei der Hausgelse den Anschein macht. Mehr unter dem Link: https://science.orf.at/stories/3233791/
Wichtig: Auswischen von Blumenuntersetzern, die vorm Winter ins Haus geholt wurden!
Der Parasitologe Hans-Peter Führer weist darauf hin, dass wir unabsichtlich den Tigermücken beim Überwintern helfen, wenn die Eier beispielsweise mit Blumenuntersetzer ins Haus geholt wurden. Wichtig ist es, all diese Gefäße, die wir mit ins Haus bzw. Keller gebracht haben, auch gut auszuwischen, denn die Eier befinden sich an der Oberfläche der Gefäße, die im Freien standen und in denen sich Wasser angesammelt hatte. Die gute Nachricht, alle Tigermückeneier, die sich im Freien befinden, werden wohl erfroren sein.
Mehr Infos dazu unter nachfolgendem Link:
https://science.orf.at/stories/3233715/
In einem Science Artikel (https://science.orf.at/stories/3232573/ ) heißt es:
„Um die Ausbreitung der Tigermücke in Österreich einzudämmen oder zu verlangsamen, brauche es auch ein gezieltes Monitoring wie in Form von „Mosquito-Alert“ (unten Link dazu) sowie das Vermeiden „von offenen Wasserflächen, die sich als Bruthabitat eignen, in befallenen Gebieten“. Für letzteres sei vor allem eine entsprechende Information der Bevölkerung wichtig. „Auch wenn eine Ausrottung wenig wahrscheinlich ist, so reduziert auch eine verlangsamte Ausbreitung die Gesundheitsrisiken“, sagte der Ökologe.“
Tigermücken haben einen weißen Streifen am Rückenschild und weiße Streifen auf Körper und Beinen. Schon mal wo gesehen? Wenn sich die Gelegenheit bietet, am besten fotografieren (siehe unten) und über die App „Mosquito Alert“ melden! Dieses ist ursprünglich durch ein Citizen Science Projekt in Spanien entstanden, ein österreichischer Partner dazu ist die AGES. Mittlerweile ist es europaweit anwendbar und jeder kann sich die gesammelten Daten auch ansehen. Es ist somit ein wichtiges Instrument im Monitoring der obengenannten gebietsfremden Gelsenarten.
Melde gebietsfremde Gelsenarten über die App „Mosquito Alert“:
App Download:
https://play.google.com/store/apps/details?id=ceab.movelab.tigatrapp

